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Vom Wintersemester 1995/1996 bis zum Sommersemester 2000 studierte ich an der Fachhochschule Mannheim das Fach Allgemeine Informatik. Ab dem 5. Semester wählte ich dabei den Wahlpflichbereich Betriebswirtschaft und schloss mein Studium mit der Diplomarbeit ab.
Die folgenden Tabellen zeigen meinen Studienverlauf mit all ihren Fächern und Prüfungen an. Mit ein bißchen Disziplin habe ich alle Leistungsnachweise erbracht und war nach fünf Jahren tatsächlich Diplom-Informatiker (FH).

GRUNDSTUDIUM
1. Semester Physik 1 -
Analysis 1 Zahlen und Zahlensysteme, Zahlenfolgen, Funktionen einer reellen Veränderlichen, Differentialrechnung, Integralrechnung
Lineare Algebra Mengen, Skalare und Vektoren, Vektorräume, Lineare Gleichungssysteme und Matrizen, Lineare Abbildungen und Diagonalisierung von Matrizen
BWL 1 Natur- und Geisteswissenschaften, Produktionsfaktoren und Arbeitsteilung, Wirtschaftsordnungen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Bundesbank, Zahlungsbilanz, Rechtsformen der Unternehmen, Zusammenschlüsse, Konkurs und Vergleich, Anfänge des Rechnungswesens, Unternehmensbuchführung, Bilanzierung und Finanzmathematik
Grundlagen der Informatik Grundidee der Programmierung (Kontext, Ziele, Entwurfsmethoden), Aufbau einer Programmiersprache (Aufbau-, Daten- und Kontrollstrukturen), Übersetzung und Ausführung (Übersetzung, Laufzeitumgebung), Grundlegende Algorithmen (Rekursion, Suchen, Sortieren), Dynamische Strukturen (dyn. Daten- und Kontrollstrukturen), Theoretische Grundlagen (Geschichte, Zahlen und Zeichensysteme, Archtitekturen
2. Semester Physik 2 -
Analysis 2 Zahlen und Zahlensysteme, Zahlenfolgen, Funktionen einer reellen Veränderlichen, Differentialrechnung, Integralrechnung
Numerische Mathematik Fehlerarten, Nullstellen und Fixpunkte, Normen und Fixpunktsätze, Interpolation mit Polynomen, Das Extrapolationsprinzip, Romberg-Integration, Kubische Splines, Iterative verfahren der linearen Algebra, Praktische Übungen
Problemorientierte Programnmiersprachen Überblick über problemorientierte Programmiersprachen, Abgrenzung von maschinen-orientierten Programmiersprachen, Verfahren zur Beschreibung von Syntax, Programmierstil, Einführung in ANSI-C , Praktische Übungen
Aussagen und Prädikatenlogik Syntax Semantik von Aussagen- und Prädikatenlogik, Normalformen, Hornformeln, Skolemform, Herbrand-Universum und -Expansion, Unifikation, Resolution, Logikprogrammierung
Algorithmen und Datenstrukturen Rechnersicht unter dem Aspekt der Datenspeicherung und Datenmanipulation, Programmentwicklung mit dem Aspekt des Datenzugriffs, Basisdatentypen und -operationen, einfache Datenstrukturen, ihre Erzeugung und Übersetzung, Felder und Indizierung, Lineare Listen mit Warteschlangen und Kellerspeicher Hash-Tabellen, Dynamische Speicherverwaltung, Grundzüge von LISP, Rekursive Programmierung, Binäre Baumstrukturen,Traversierungsmethoden und Fädelung, Strukturbäume arithmetischer Ausdrücke, Bayer-Bäume
3. Semester 1. Praktisches Studiensemester Das 1. Praktische Studiensemester absolvierte ich bei der Mercedes Benz AG im Werk Mannheim. Dort war ich in der Abteilung Organisation und Datenverarbeitung untergebracht. Meine Haupttätigkeit bestand in der Auswertung von Datenbank-Daten über eine eigens dafür eingesetzte Programmiersprache namens SIRON. In dieser Zeit machte ich auch erste Erfahrungen mit Großrechnern.

HAUPTSTUDIUM TEIL I
4. Semester Betriebssysteme Aufgaben eines Betriebssystems, Betriebssystemkern, Prozesse, Prozeßverwaltung, Prozeßsynchronisation, Prozeßunterbrechung, Schedulingstrategien, Höhere Synchronisationsmethoden, Hauptspeicher- und Betriebsmittelverwaltung, Dateisysteme, Einführung in die Unix-Shell, Einführung in die Editoren vi, emacs, xedit, Praktische Übungen (Programmieren von parallelen Prozessen unter UNIX und deren Synchronisation)
Grafische Software Methoden der programmgesteuerten Erstellung von Zeichnungen, Topologische Sicht der Vektoranalysis, Algorithmen zum Überdecken und Abschneiden, Transformation u. Projektion, Datenorganisation von graphischen Objekten, Methoden zum Auffinden neuer Kanten sich durchdringender Objekte, Methoden zur Erstellung realistischer Abbildungen, z-Buffer, hidden line, hidden surface, Raytracing, Illuminationsmethoden, Grundzüge der Animation
Kommunikationssoftware Grundlagen (Kommunikation aus der Sicht des Anwenders), Klassifikation von Rechnernetzen, Aufbau eines Systems, Bitserielle Datenübertragung (Basisprozeduren), Lokale Netze (Token Ring, CSMA/CD), Ebenenmodell (Protokolle der einzelnen Ebenen, Internet-Protokolle)
Software Engineering Gegenstandsbestimmung, Prinzipien des Software-Entwurfs, Lebenszyklen, Funktions- Daten- und Objektorientierte Methoden, Parallele Aktivitäten, Verifikation und Validation
Künstliche Intelligenz I Gebiete der KI, Geschichtliche Entwicklung der KI, Programmieren mit LISP, Problemräume und Zustände, Suchmethoden, Maschinelles Lernen, Produktionssysteme und Pattern Matching
5. Semester Objektorientierte Programmiersprachen Konzepte objektorientierter Programmierung: Klassen, Instanzen, Attribute, Vererbung, Kapselung, Polymorphismus, Objektorientierte Systemmodellierung: Objektmodell, Verhaltensmodell, Prozeßmodell, Einsatz computerbasierter Entwurfswerkzeuge (CASE), Die Programmiersprache C++: Klassendeklaration und -definition, Konstruktoren, Destruktoren, Template- Klassen, Vererbung, Abstrakte Funktionen und Klassen, Statische und dynamische Bindung, Überladen von Funktionen und Operatoren, Ausnahmebehandlung, Ein/Ausgabe, Praktische Übungen
Künstliche Intelligenz II Darstellung von Wissen und logisches Schließen, Programmieren mit PROLOG, Automatisches Beweisen, Linguistik und natürliche Sprache, Planen und Agieren, Computer-Sehen
Automaten- und Algorithmentheorie Endliche Automaten, Reguläre Sprachen, Chomsky-Hierarchie der Grammatiken: Rechtslineare, kontextfreie, nicht verkürzende und allgemeine Grammatiken; Keller-Automaten, Syntaxanalyse, Registermaschinen und partiell rekursive Funktionen, Algorithmusbegriff, Church'sche These, Semantik von Programmiersprachen
Operations Research Begriffe und Modelle im OPR, lineare Optimierung, Simplex-Verfahren, Transport- und Zuordnungsproblem, Grundlagen der Graphentheorie, kürzeste Wege, Netzplantechnik, ganzzahlige Optimierung, Komplexitätsklassen P und NP nichtlineare Optimierung
Wahrscheinlichkeit und Statistik Zufällige Ereignisse und ihre Wahrscheinlichkeit, Zufallsvariablen und ihre Wahrscheinlichkeitsverteilung, Verteilungsparameter, Erwartungswert, Varianz, Standardabweichung, Parameterschätzung, Konfidenzintervalle, Signifikanztests, Varianzanalyse, Korrelation, Regression, Praktische Übungen
Datenbanken Geschichtliche Entwicklung der Datenbanksysteme, Datenbank-Architektur, Datenmodelle, Datenmodell-unabhängiger Entwurf, Gegenstands-Beziehungs-Modell, Entwurf relationaler Datenbanken, Datenintegrität, Funktionale Abhängigkeiten und Normalformen, Einführung in SQL, Ansprechen von Datenbanken aus Programmen heraus (embedded SQL, OCI, ODBC, PL/SQL), Praktische Übungen
6. Semester 2. Praktisches Studiensemester Da ich schon kurz nach meinem 1. Praxissemester eine Anstellung als Werkstudent bei der SAP AGgefunden hatte, hatte ich keine Probleme dort auch mein Praktikum durchzuführen.Von Beginn an hatte ich in der SAP das Spezialgebiet CATT - Computer Aided Test Tool. Dies ist ein von SAP entwickeltes Tool, mit dem man mit einer Batch-Sprache Transaktionen automatisch testen kann, oder Massendaten anlegen kann. In der Abteilung LO-PP-PI - Logistik-Produktionsplanung-Prozeßindustrie hatte ich dann die Aufgabe in den 6 Monaten zusammen mit meinem Betreuer alle dort entwickelten Funktionen so gut wie möglich durch automatische Tests abzudecken. Weiterhin sollten auch fertige Daten für die Tester erzeugt werden. Nach etwa 4 Monaten, hatten wir den gößten Teil der Arbeit getan und ich dufte zusätzlich einmal in die Anwendungsentwicklung schnuppern.

HAUPTSTUDIUM TEIL II
7. Semester Expertensysteme Expertensysteme und Unsicherheit, Probabilistesches Schließen, Evidentenes Schließen, Inferenznetzwerk und Prospector, MYCIN und Certainty Factors, Querverbindungen von Evidenz, Certainty Factor, LS und LN, Anwendungsbeispiele
Organisation Grundlagen und Begriffe der Organisation, Aufbau-, Ablauf- und Projektorganisation, Prozeßorganisation, Organisation von DV-Projekten, Projektplanung, Aufwandsschätzverfahren, Terminplanungsverfahren, Projekt-Controlling
BWL 2 Grundzüge des betrieblichen Rechnungswesens, Produktions- und Kostentheorie, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses, Bewertung der Bilanzpositionen, Kostenrechnungssysteme, Betriebsabrechnungsbogen, Kostenträgerrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Plankostenrechnung, Prozeßkostenkalkulation.
Informatik Seminar Ausarbeitung und Präsentation von Referaten zu speziellen Themen der Informatik. Mein Thema: MIDI - Musical Instrument Digital Interface
Bürokommunikation Neue Kommunikationstechniken im Bürobereich, Technische Grundlagen verteilter Anwendungen, Rechnergestützte Gruppenarbeit, Verwaltung heterogener Dokumente, Elektronische Archivierungssysteme.
Recht und Datenschutz Einführung, Recht, Rechtsgeschäfte, Einzelne Schuldverhältnisse, Rechtsschutz für Software, Datenschutz, Recht und Netze
Öffentliche Netze Grundlegungen der Datenfernübertragung: Schnittstellen, Parameter, Prozeduren, Phasen der Datenübertragung, Möglichkeiten und Leistungen der öffentlichen Netze, Fernsprechnetz, DATEX-L, DATEX-P, ISDN, Dienstleistungen in öffentlichen Netzen (DATEX-J, telebox, telex), Das Angebot an Hochgeschwindigkeitsleitungen
8. Semester Multimediasysteme Einleitung: Was versteht man unter Multimedia, wo setzt man multimediale Informationen ein?, Medien: Welche Medien gibt es (optische, akustische, haptische, olfaktorische, gustische)?, Darstellung von Medieninformationen (Text, Grafik, Bilder, Video, Geräusche, Sprache, Musik, ...), Aufnahme von Medieninformationen (Scanner, Kamera, Mikrofon, ...), Speicherung von Medieninformationen (Dateiformate, Datenbanken, ...), Wiedergabe von Medieninformationen (Bildschirm, Lautsprecher, ...), Bearbeitung von Medieninformationen (Schneiden, Mischen, Überlagern, ...), Gestaltung von multimedialen Informationen
Verteilte Systeme Einführung, Eng und lose gekoppelte Multiprozessorsysteme, Multiprozessor-Betriebssysteme, Vernetzte und verteilte Systeme, Kommunikationsprotokolle, Synchronisation in verteilten Systemen, Verteilte Filesysteme, Fileserver, Remote Access Modell, Praktische Übungen
Compiler und Interpreter Programmiersprachen, Grundlegende Parsertechniken, Rekursives Parsing, LR-Parsing, Compiler-Tools, LEX, YACC, Beispielcompiler, Fehlererkennung und -behandlung, Codegenerierung und Optimierung
Management Informationssysteme Grundlagen, Strategische Informationssystemplanung, Geschäftsprozeß-Reengineering, Einsatz- und Konfigurationsplanung für ein kommerzielles MIS (z. B. SAP R3)
Produktionsplanung und Produktionssteuerung Gegenstand der PPS, Aufbereitung und Speicherung fertigungstechnischer Grunddaten, Produktionsprogrammplanung, Materialwirtschaft, Termin- und Kapazitätswirtschaft, Neuere Entwicklungen zur PPS (FZ, KANBAN, BOA, OPT)
Ausgewählte Probleme der Informatik Recht und Netze, Kryptographie, Verschlüsselungstechnicken allgemein

DIPLOMARBEIT
Mobile Datenerfassung in der Prozessfertigung am Beispiel des SAP R/3 PP-PI
Motivation: Mobile Geräte erfreuen sich großer Beliebtheit, Unternehmen wollen Geschäftsprozesse mit mobilen Geräten optimieren.
Art des Problems: Analyse der Einsatzmöglichkeit und Spezifikation einer mobilen Anwendung im Bereich der Prozessfertigung
Weg der Problemlösung: Analysieren verschiedener Szenarien einer mobilen Anwendung, Plattformen, mobile Geräte und Technologien, Lösungsansätze ausarbeiten und spezifizieren, Beispielhafte Implementierungen
Ergebnis: Spezifikation der Herstellanweisung als mobile Anwendung, Anwendung muß plattformunabhängig sein, Browserlösung(Online) oder Java-Anwendung(Offline), MDF ist für kurzfristige Lösung ungeeignet, Browserlösung mit geringem Aufwand realisierbar, Online-Lösung zur Zeit für Kunden zu teuer, wird aber in Zukunft erwünscht, Offline-Lösung muß angeboten werden.